“betterplace well:being“: Gesundheitsförderung für Sozialunternehmen & NGOs

Um die Gesundheit von Akteuren aus dem sozialen Sektor zu fördern und eine regenerative Kultur im Bereich New Work zu stärken, fördert die Krankenkasse mkk gemeinsam mit Salus BKK und pronova BKK das Präventionsprojekt "betterplace well:being".
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Engagiert, aber ausgebrannt

Sich für eine gute Sache einzusetzen, kann erfüllend sein. Gerade Beschäftigte in Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Sozialunternehmen und der Zivilgesellschaft zeichnen sich durch ein überdurchschnittlich hohes persönliches Engagement aus. Doch dabei geraten sie durch komplexe Spannungsfelder häufig an die Grenzen der Belastbarkeit. Mit schwerwiegenden Folgen: Über die Hälfte der Mitarbeitenden in gemeinnützigen Organisationen leidet unter Depressionen oder Burnout, während mehr als 70 Prozent einen konkreten Bedarf an professioneller Unterstützung äußern. Das zeigen Studien der Ford Foundation und des Impact Hub Networks.

 

Gesundheit und psychisches Wohlbefinden sind die zentralen Säulen für Leistungsfähigkeit und gesellschaftliche Wirkung im gemeinnützigen Sektor. Um die Gesundheit von Beschäftigten in diesem Bereich gezielt zu stärken, fördern die mkk – meine krankenkasse, die Salus BKK und die pronova BKK gemeinsam das Präventionsprojekt „betterplace well:being“. Ziel der Kooperation mit der betterplace lab gGmbH – einem gemeinnützigen „Labor für eine zukunftsfähige Gesellschaft” – ist es, gesundheitsförderliche Strukturen für moderne Arbeitsformen zu erforschen und zu implementieren.

Hohes Stresslevel bei sozial Engagierten

Das Projekt transformiert die klassische betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) für die Anforderungen einer digitalisierten und von Krisen geprägten Arbeitswelt. In fünf aufeinander aufbauenden Workshop-Modulen zu Veränderungskompetenz, Embodiment und digitaler Zusammenarbeit trainieren die Teilnehmenden Kernkompetenzen wie Selbstreflexion, transparente Kommunikation und Empathie. Das Gesamtprogramm umfasst 35 Workshops, die für mindestens 600 Teilnehmende ausgelegt sind. Erste Zwischenergebnisse einer Befragung unter 300 Teilnehmenden verdeutlichen die hohe Belastung im Sektor:2

 

  • Globale Krisen: Für 60 Prozent der Befragten stellen die Komplexität und Größe gesellschaftlicher Herausforderungen den größten Stressfaktor dar.

 

  • Strukturelle Unsicherheit: Mangelnde Planbarkeit und finanzielle Unsicherheiten belasten die Beschäftigten zusätzlich.

 

  • Symptomatik: Die Hälfte der Befragten leidet unter stressbedingten körperlichen Schmerzen, gefolgt von Ängstlichkeit (45 Prozent) und Gereiztheit (35 Prozent).
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Neue Antworten auf neue Herausforderungen

Herkömmliche BGF-Maßnahmen greifen im dynamischen Arbeitsumfeld von Sozialunternehmen und NGOs oft zu kurz. Zudem arbeiten viele Sozialunternehmer:innen und sozial Engagierte in beruflichen Umgebungen, in denen es kein klassisches BGM gibt – etwa in Co-Working-Spaces. Den Projektpartnern ist es daher wichtig, im Rahmen des Gesundheitsmanagements innovative und strukturelle Antworten auf die Belastungen der modernen Arbeitswelt zu finden. Die Workshops dienen dazu, relevante Gesundheitsfelder präzise zu definieren und den konkreten Bedarf der Zielgruppen wissenschaftlich zu erforschen.

 

Eine demografische Besonderheit der bisherigen Erhebung: 86 Prozent der Workshop-Teilnehmenden sind Frauen, die mehrheitlich im gemeinnützigen oder sozialen Bereich tätig sind. Eine der strategischen Herausforderungen für den weiteren Projektverlauf wird es sein, die Angebote gezielt so weiterzuentwickeln, dass künftig auch vermehrt männliche Beschäftigte des Sektors erreicht werden. Das überarbeitete Programm betterplace well:being startete Anfang März 2023 und lief bis Ende 2024. Entstanden ist daraus etwa das Weiterbildungsprogramm “Community Health Managerin”, das sich für die Gesundheitsvorsorge in Hubs, Coworking Spaces und in Netzwerken organisierte Sozialunternehmer*innen einsetzt.

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The Wellbeing Project (2021): A journey to impact
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mkk – meine krankenkasse: Engagiert für die gute Sache - aber ausgebrannt